General- und Infoversammlungen 2016

Der Raiffeisenbank Augsburger Land West geht es noch gut

Am 25. April 2016 fand im Pfarrzentrum in Dinkelscherben die Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2015 statt.

General- und Infoversammlungen 2016

Aufsichtsratsvorsitzender Herr Albert Lettinger eröffnete als Versammlungsleiter die Generalversammlung. Vorstand Karl Rau erläuterte den Jahresabschluss 2015 und stellte die wichtigsten Zahlen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich dar.

Die wichtigsten Zahlen entnehmen Sie unserem Kurzbericht.

Vorstand Karl Rau ging in seinem weiteren Bericht auf die Ertragsentwicklung ein. Noch geht es der Bank gut - aber wie lange noch? Durch die Zinspolitik der EZB wird es auch für die Raiffeisenbank Augsburger Land West eG aufgrund der kaum noch vorhandenen Zinsspanne immer schwieriger, Erträge zu erwirtschaften. Die Tendenz ist im Bankenverbund schon deutlich erkennbar.

Im weiteren Verlauf berichtete Vorstand Hermann Scherer über finanzielle Themen der Welt- und Europapolitik, der Bankenwelt sowie den regionalen Entwicklungen in unserem Geschäftsgebiet. Die Leitzinssenkung auf null durch die EZB sowie "Strafzinsen" für Banken werden als riskant und vertrauensgefährdend in unser Geld eingestuft. Die fehlende Verzinsung bietet vor allem der jungen Generation keinen Sparanreiz, Altersarmut ist das aktuelle Thema, das sich hieraus abzeichnet. Eine Flucht in Immobilien führt zu erheblichen Preissteigerungen und zur Gefahr einer Blasenbildung. Regulatorische Anforderungen binden immer mehr Arbeitskraft und hemmen den eigentlichen Grundauftrag einer Bank. Der vermeintliche Verbraucherschutz wirkt sich gerade durch die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie extrem erschwerend aus, aber nicht nur für uns Banken, letztendlich auch für Kreditnehmer. Die genossenschaftliche Finanzgruppe wurde erneut mit einem hervorragenden Rating (AA-) bewertet. Nach wie vor kämpfen die deutschen Genossenschaften gegen die Integration der genossenschaftlichen Sicherungseinrichtung in ein einheitliches europäisches Banken-Sicherungssystem.

Vorstand Scherer ging weiter auf Zahlen zu unserer Bank wie Kundenanzahl und Kontenanzahl sowie die Mitarbeiterentwicklung und deren Qualifizierung ein. Zwölf Mitarbeiter/-innen konnten im vergangenen Jahr Dienstjubiläum von 10 bis 45 Jahren feiern. Drei Auszubildende haben die Ausbildung abgeschlossen und wurden in die Geschäftsstellen übernommen. Insgesamt bringt die Bank 1,87 Mio. € an Steuern auf, von denen 770 TEUR über die Gewerbesteuer in der Region verbleiben. Das jährliche Spendenvolumen beträgt rd. 76.000 €. Trotz dem Megatrend der Digitalisierung, dem wir uns durch den Auftritt im Internet und das Banking über Smartphone-Apps nicht verschließen, setzen wir weiterhin auf die persönliche Präsenz in der Region, durch unsere Berater und Filialen vor Ort. Traditionell und modern, das sind die Wege, über die uns die Kunden erreichen können.

Aufsichtsratsvorsitzender Albert Lettinger berichtete über die Tätigkeit des Aufsichtsrates und über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung durch den Prüfungsverband, das keine Beanstandungen enthielt. Oberrevisor Markus Stetter vom Genossenschaftsverband Bayern (GVB) führte  die Tagesordnungspunkte zur Feststellung des Jahresabschlusses, die Genehmigung zur Verwendung des Jahresüberschusses und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat durch. Die turnusgemäß ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Anton Gribl, Dr. Walter Michale und Gabriele Schmid wurden einstimmig wiedergewählt.

Versammlungsleiter Albert Lettinger ehrte Mitglieder, die bereits 50 Jahre der Genossenschaft ihre Treue bewiesen haben und überreichte den persönlich Anwesenden eine Urkunde.

Auf Anfrage des Versammlungsleiters nach Wünschen und Anträgen der anwesenden Mitglieder entwickelte sich eine rege Fragetätigkeit. Interesse herrschte insbesondere daran, ob in der immer schwieriger werdenden Ertragssituation im Bankenumfeld Filialschließungen geplant sind. Aber auch die Sicherheit der Spareinlagen aufgrund der geplanten einheitlichen europäischen Einlagensicherung erschien wichtig. Weitere Fragen beschäftigten sich mit der Vergabe von Spenden an Vereine und Institutionen und die Vermittlung von dubiosen Anlageprodukten. Alle gestellten Fragen wurden von den Vorständen Scherer und Rau zur Zufriedenheit der Anfragenden beantwortet.

Weitere Informationsveranstaltungen zur Generalversammlung fanden in den Orten Zusmarshausen, Welden, Gessertshausen und Horgau statt.